Archiv des Autors: Matthias Förtsch

Pädagogischer Tag: Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung für eine evangelische Schule

Hier schonmal ein erster Einblick in Programm und Vorbereitung. Eine Kommentierung folgt, sobald ich die Zeit dazu finde.

8:00 Begrüßung und Einführung
8:15 Vortrag Axel Krommer (Uni Erlangen-Nürnberg):

„Unterricht im Zeichen der Digitalisierung“

9:15 Rückfragen zum Vortrag
9:30 Frühstückspause
9:45 Szenarien: Firstwald 2025

Traumszenario 1: Wie haben digitale Medien unseren Unterricht verändert und bereichert?

 

Traumszenario 2: Welche organisatorischen Bereiche der Schule wurden durch Digitalisierung vereinfacht/verbessert?

 

Horrorszenario: Alle schlimmen Befürchtungen sind wahr geworden (organisatorisch wie unterrichtlich). Welche sind das? Wie hätten wir das verhindern können?

 

Konkrete Vorschläge: Wie könnte eine zukunftsfähige Medienregelung aussehen, wenn alle Schülerinnen und Schüler z. B. mit Tablets arbeiten? (Vorschlag für den Konvent)

10:45 Einführung in die Werkstätten
11:00 Werkstatt-Phase 1
11:30 Pause
11:45 Werkstatt-Phase 2
12:15 Mittagessen
13:00 Werkstatt-Phase 3
13:30 Pause
13:45 Highspeed-Werkstatt-Phase 4 (2 x 15 min)
14:15 Fazit, Feedback & Ausblick
15:00 Ende

Bitte bringt mit: Smartphone, Computer oder Tablet, bereits eingeloggt ins Schul-W-Lan

 

 

Werkstätten (die Kolleginnen und Kollegen angeboten haben)

Anmeldezettel Werkstatt Digitalisierung

Eine Werkstatt anbieten – Wie funktioniert das?

Vorträge vom Kongress „Lernen der Zukunft“ #ViWe17

Liebe Interessierte,

hier wie versprochen die Links zu meinen Präsentationen zum Kongress „Lernen der Zukunft“ am 4.03.2017.

Thema 1: Unterrichten mit dem Kursnotizbuch – OneNote als Hub für das Wissen im kollaborativen Arbeiten

Thema 2: Schulentwicklung in Zeiten der Digitalisierung – Wie können wir Veränderungen anstoßen?

 

 

Vielen Dank fürs Mitdenken. Ich freue mich über Feedback, auch im Nachhinein.

 

 

Für die #edchatde Community zur Info

Hintergrund der aktuellen Turbulenzen ist die Kritik an der Kommunikation des Buchs zum #edchatde. Die Community wurde mit dem #geheimprojekt von den Herausgebern und #edchatde Foundern vor vollendete Tatsachen gestellt. Dies wurde verschiedentlich und aus unterschiedlicher Sichtweise kritisiert, z. B. hier, hier und hier (in chronologischer Reihenfolge). Ingesamt verlief die Kommunikation zunächst einfach unglücklich, denn das Ziel finden ja alle gut.

Leider wurde weder von Seiten der #edchatde Founder in irgendeiner Form auf die Kritik eingegangen, noch die Diskussion über den Prozess als Thema akzeptiert. Im Gegenteil: Es wurden von Seiten der Founder sogar noch provozierende Subtweets abgesetzt, die sich eindeutig auf diese Diskussion beziehen.

Daraufhin sind einige Moderatoren zurückgetreten, die die Kritik der Community entweder verstehen können oder sie sogar teilen.

Meine Perspektive: Ich will den Austausch, möchte mich aber auch über Probleme offen unterhalten können, gerade in einem solchen Netzwerk. Wenn das nicht möglich ist, dann bedarf es eines Neustarts, über den gerade viele gemeinsam nachdenken.

Lernplattformen an Schulen – Eine Umfrage

Im Februar 2017 fragte ich per Twitter die medienaffinen Lehrkräfte (und ja, auch Universitätsmitarbeiter fühlten sich angesprochen) nach den genutzten Lernplattformen. Das Ergebnis ist im Bild zu sehen. Es zeigt vor allem, dass Moodle (noch) sehr verbreitet ist – auch, weil es in manchen Bundesländern vorgeschrieben ist. Die Plattform DiLer wurde in einem Zeitraum von 20 min eingetragen, vermutlich nicht von den einzelnen Schulen, daher (und auch nicht nur deshalb) ist das Ergebnis natürlich nicht repräsentativ. Die geringe Verbreitung von itslearning hat mich etwas überrascht, ist sie doch in den nordeuropäischen Ländern sehr stark vertreten.

Unter Sonstige (16,7%) sind vertreten: 4x iServ, 2x Mebis, 1x itslearning (falsch eingetragen), 1x Google (vermutlich Drive oder Classroom), 1x Wiki und 1x Edmodo.

Die Problematik vieler Plattformen liegt darin, dass sie unattraktiv sind, schwer zugänglich für die Nutzer (mit technischen Hürden versehen), komplex und/oder unübersichtlich sind und ggf. nicht mobil zugänglich, was im übrigen der Grund dafür ist, dass ich selbst mit einem OneNote Kursnotizbuch gestartet bin. Daher habe ich gefragt, wie aktiv die Plattform genutzt wird:

Moodle: fast 2/3 aller Rückmelder haben angegeben, dass die Plattform von 0-25% genutzt wird (20 von 33), dagegen 10% (3 von 33), dass sie von 75-100% genutzt wird.

DiLer: Die Plattform kommt auf deutlich höhere Nutzungswerte als Moodle, sicherlich auch daher, da sie für eine spezielle Arbeitsweise an der Gemeinschaftsschule in Wutöschingen entwickelt wurde und genau aus diesem Grund von einigen weiteren Schulen des gleichen Typs übernommen wurde: An etwa der Hälfte aller Schulen nutzen sie 75-100% der Mitarbeiter.

Für die anderen Plattformen lassen sich keine Aussagen aus den Zahlen treffen, da die Datenbasis zu gering ist.

„Was nicht einfach geht, geht einfach nicht.“

Die Gedanken unserer Schule dazu lauten bisher: Wir wollen eine einfache und attraktive Plattform ohne viel technischen Schnickschnack und mit langfristigem Support. Wir liebäugeln mit Office 365 als Basis: Kursnotizbücher, ggf. Microsoft Classroom, Skype for Business als Chat-Variante für die Kurse, und einer Schulöffentlichkeit über SharePoint; auch eine Verknüpfung mit Untis ist gut zu realisieren. Dies ist datenschutzrechtlich derzeit noch nicht zugelassen, aus dem KuMi Baden-Württemberg kommen aber positive Signale. Der Vorteil dieser Lösung: Nicht-medienaffine Lehrkräfte kennen sich bereits aus, es ist relativ einfach umzusetzen und die Weiterentwicklung ist rasant.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch zum #edchatde -Eine Frage des Stils

Es gibt ein Buch zu den Ergebnissen der Twitter-Community #edchatde – und das ist auch gut so!

Es ist der Initiative von Torsten Larbig und André Spang zu verdanken, dass sie diese Form der Kommunikation und des Austauschs initiiert und moderiert haben. Sie haben natürlich das (Vor-)Recht, hier auch als Herausgeber zu fungieren und die besten Ideen einem nicht-technikaffinen Publikum näherzubringen.

Dieser Beitrag soll nicht die Argumente von Philippe Wampflers Rezension wiederholen, die ich mir auch nicht vollständig zu eigen machen möchte. Aber einen Satz darf ich daraus herausgreifen:

Das Projekt verstößt auf den ersten Blick gegen von den Herausgebern hochgehaltenen Prinzipien, es ist das Resultat der Arbeit einer Community, ohne wirklich das Resultat der Arbeit einer Community zu sein.

Ich glaube, das ist der Aspekt, der mich in den letzten Wochen seit Bekanntwerden der Veröffentlichung am meisten gestört und zum Nachdenken angeregt hat. Dazu muss ich der Transparenz halber darauf hinweisen, dass ich selbst als Autor und auch als Moderator in einem Netzwerk für Cornelsen tätig war und bin, und auch in der Tätigkeit als Herausgeber eines Buchs zum Abitur im eigenen Takt (allerdings für einen anderen Verlag) meine Erfahrungen gemacht habe. Daher einige Gedanken, nachdem ich auf der Didacta 2o17 die Gelegenheit hatte, mit den vom Verlag verantwortlichen Personen über das Projekt zu reden:

  1. Der Verlag hat m. E. klug gehandelt, indem er eine innovative Idee (Art der Veröffentlichung, Inhalt) vorangetrieben hat, ohne dass hier ein großer kommerzieller Erfolg zu erwarten ist. Das ist aller Ehren wert.
  2. Eine gewisse Geheimhaltung ist nötig, um ein solches Projekt zu realisieren, da die Konkurrenz sonst dazu führt, dass die Idee anderweitig umgesetzt wird. Dieses Buch hatte eine Vorlaufzeit von ca. 1 Jahr, was in der Verlagsbranche wenig ist – d. h. es wurde unter einem relativ hohen Zeitdruck gearbeitet.
  3. Es ist schwierig für Herausgeber, eine Auswahl der Autoren zu treffen. Sie sollen kompetent sein, gleichzeitig darf die Streuung bei den Inhalten nicht zu groß sein. Die Organisation eines (nicht zu großen) Teams für die Gestaltung eines solchen Buchs ist eine Herausforderung.
  4. Gleichzeitig wurde hier ein großer Teil der #edchatde-Community vor vollendete Tatsachen gestellt und damit auch vor den Kopf gestoßen. Denn wir Teilgeber werden z. T. fast in jedem der vielen Artikel zitiert, mal unter Angabe des Namens, mal unter Angabe des Pseudonyms, manchmal leider nur am Ende des Buchs, haben also einen nicht unerheblichen Anteil an der Ideensammlung, die in dem Buch präsentiert wird.
  5. Die rechtliche Frage der Zitation von „Twitter-Ideen“ ist dabei für mich unerheblich. Ich finde es gut, dass gute Ideen verbreitet werden. Sonst wäre ich nicht bei Twitter, wo ich und wir alle massiv von den Ideen anderer profitieren. Auch dafür bin ich der #edchatde-Community sehr dankbar.

Die Verlagsverantwortlichen stellen zurecht die Rückfrage, wie ich es gemacht hätte: Ich hätte die Community darüber informiert, dass ein Buch geplant ist, einen Strukturvorschlag gemacht und angeboten, einen Teil zu übernehmen. Das hätte dem Geist der Community entsprochen und ich teile hier nicht die Ansicht des Verlags, dass eine Masse an Überengagierten im #edchatde damit das Projekt zu Fall gebracht hätte. Aber das können wir ja vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt mal wieder ausprobieren.

Was ich den Herausgebern vorwerfe, ist, dass sie diese Kritikpunkte nicht aufgreifen bzw. auf sie reagieren. Ich habe dazu zumindest noch nichts gelesen, lasse mich aber gerne korrigieren. Das finde ich keinen guten Stil und einfach schade. Der zum Buch produzierte Film verstärkt diesen Eindruck leider. Genau deshalb habe ich gestern insgesamt eine Stunde mit den Verlagsverantwortlichen zu diesem Thema gesprochen, inwiefern der Prozess als #geheimprojekt nötig war. Wer mir jetzt eine „typisch deutsche Neiddebatte“ vorwerfen will, darf das gerne tun. Mir geht es um den Community-Gedanken – das Mindeste wäre die Information gewesen.

Aber vielleicht beim nächsten Mal dann, was meint Ihr? Ich würde mich freuen.

 

 

Welche Schule wollt Ihr werden?

Beim Forum Bildung Digitalisierung in Berlin  (#forumBD) im September 2016 stellte Prof. Hans Anand Pant in einer kleinen Arbeitsgruppe m. E. die entscheidende Frage zur Lage der Schulen beim Thema der Digitalisierung: Welche Art von Schule wollt Ihr werden?

  1. Wir wollen eine „digitale Schule“ werden.
  2. Wir stellen fest: Die Gesellschaft ist bereits weitgehend digitalisiert. Wir wissen, dass wir reagieren müssen, und wir werden etwas überrollt von der Entwicklung.
  3. Wir haben ein pädagogisches Konzept. Dieses wollen wir mit technischen Möglichkeiten noch besser umsetzen.
  4. Und hier füge ich gerne hinzu: Wir haben zwar ein pädagogisches Konzept. Dieses wollen wir auch mit technischen Möglichkeiten besser umsetzen, aber wir wollen auch prüfen, wo sich dieses verändern muss.

Zu 1.: Dies meint die rein technische Betrachtung von Schule. Natürlich spielen pädagogisch-didaktische Fragestellungen auch eine Rolle, allerdings eher en passant.

Zu 2.: Meint sicherlich die meisten Schulen, die derzeit abwarten, ohne wirklich aktiv zu werden. Alle Beteiligten spüren einen latenten Entwicklungsdruck.

Zu 3.: Schulziele wie Individualisierung oder kollaborativer Unterricht u.v.m. können mit den technischen Möglichkeiten neu ausgestaltet werden.

Zu 4.: Wir machen uns zusätzlich grundlegende Gedanken über die Schulziele.

Wir versuchen uns jetzt gemeinsam mit Eltern und Schülern an Punkt 4. Zunächst werden wir einige Schulen besuchen, die weiter sind als wir, um anschließend unsere Schulziele zu hinterfragen und auf dieser Basis weitere technische Entwicklungsschritte gehen, die dafür nötig sind. Wir freuen uns drauf!

 

Zwei Wochen Unterricht mit OneNote Kursnotizbuch und dem Motto BYOD

Das Setup

Als das Schulleitungsteam beschloss, den Versuch zu genehmigen, einen vierstündigen Gemeinschaftskunde-Kurs digital zu bestreiten, jubilierte ich zunächst, wohl wissend, dass dieser Kurs viel Arbeit beinhaltet. Nun ist es soweit, wir sind mitten drin. Wir, das sind 14 Schülerinnen und Schüler (3 sind spontan dazugestoßen, weil sie das Experiment reizte, übrigens alle drei Mädchen!), ein Praktikant, der über das Programm Lehrwerkstatt ein ganzes Jahr den Kurs zusätzlich begleitet und ich als mutiv-nativer Lehrer.

Der digitale Wandel interessiert mich systemisch als Schulentwickler, aber eben auch als Praktiker aus didaktischer Perspektive. Wie wandelt sich der Unterricht, wenn die Grundlage eine andere ist? Bei den Videos zur Tagung “Schulentwicklung digital” in Berlin (September 2016) sagte ein Lehrer aus London sinngemäß, dass es nicht darum geht, den bisherigen Unterricht mit digitalen Medien anzureichern, sondern durch Digitalisierung auf eine neue Basis zu stellen, neu zu denken. Genau das haben wir vor.

 

Reflexion mit dem SAMR-Modell

Zur Reflexion soll uns das SAMR-Modell dienen. In diesem geht es prinzipiell um die Wahrnehmung verschiedener Ebenen in dem Prozess, den wir jetzt gemeinsam durchlaufen:

  1. Im ersten Schritt kommt die Substitution (Ersetzung) von bisher traditionell genutzten Materialien und Aufgaben durch eine digitale Version, also beispielsweise wird ein Text nicht mehr kopiert mitgebracht, sondern am Bildschirm gelesen.
  2. Die zweite Ebene ist die Augmentation (frei übersetzt: Erweiterung). Es geht hier z. B. um den Einsatz von Verlinkungen, Videos, Wörterbüchern etc. Vieles davon könnte auch auf dem herkömmlichen Weg noch funktionieren, geht aber hier schneller.
  3. Die dritte Ebene ist die Modification (Veränderung). Die Aufgabenkonzeption setzt die Arbeit im Digitalen voraus; es kommt zu einer Neugestaltung. Ein Beispiel: Die Ausarbeitung von Präsentationen, Grafiken etc. mit ausführlicher digitaler Recherche.
  4. Die vierte Ebene ist die Redefinition (frei übersetzt: Neubelegung): Die Aufgaben verändern sich mit den Möglichkeiten. Ein Beispiel: Es soll kein längerer Text mehr geschrieben werden, sondern ein Storytelling mit Bildern und Videos ist das Ziel. Oder: Es wird keine Zeichnung zum komplexen theoretischen Text erstellt, sondern ein Video bricht die Inhalte herunter (vgl. dazu auch die Seite der Uni Paderborn)

 

Die Kursgrundlage: Das OneNote Kursnotizbuch (Class Notebook)

Unsere Schule bietet allen Schülerinnen und Schülern eine Office365-Lizenz. Die Ausweitung dieser Lizenzen auf alle am Schulleben Beteiligten war kein großer zusätzlicher Kostenfaktor. Die Einrichtung des Kursnotizbuchs, auf das alle Schülerinnen und Schüler des Kurses zugreifen, lief bereits im letzten Schuljahr, um technische Hürden zu vermeiden. Trotzdem gab es sie: Auf einmal konnten drei Schüler nicht mehr auf die gemeinsame Plattform zugreifen, Lizenzen waren nicht vollständig zugewiesen (das Kursnotizbuch braucht eine eigene Lizenz).

 

Was leistet OneNote?

Es gibt eine Inhaltsbibliothek (wo alle Aufgaben, Arbeitsblätter etc.) von mir als Lehrer kopiergeschützt bereitgestellt werden können und von da aus auch “verteilt” werden.

Es gibt einen Platz für Zusammenarbeit: Hier werden Kursergebnisse gesammelt und ggf. für alle “kopiert” (digital).

Es gibt persönliche Kursnotizbücher der Kursmitglieder, die frei zugestalten sind und auf die ich als Lehrer Zugriff habe, den ich nicht nutzen werde, außer ich soll eine Hausaufgabe korrigieren. Die kann ich relativ komfortabel per Mausklick “einsammeln” und anschließend wieder austeilen.

 

Was leistet OneNote nicht?

Es ist keine Kommunikationsplattform. Dafür hat Microsoft die “Classroom”-Oberfläche vorgesehen, die ist aber noch nicht ausgereift genug für diesen Versuch. Es braucht also weiterhin E-Mails.

Die Synchronisation ist leider nicht so schnell wie bei Etherpads oder Google Docs. Das bedeutet, dass es zu “Konflikten” in Versionen kommen kann, weil SchülerInnen in das gleiche Feld schreiben. Diese muss ich als Lehrer “auflösen”, und das nervt.

Einen einfachen Zugang stellt OneNote auch nicht dar: Man muss ständig seine Login-Daten neu eingeben. Warum, bitte, Microsoft?

 

Warum BYOD?

Für mich ist das die Zukunft: BYOD bei gleichzeitiger Bereitstellung von Notfall- und Ersatzgeräten durch die Schulen. Die Geräte werden dadurch gewartet und sorgsam behandelt und man kennt sich damit aus. Die Vorgaben meinerseits waren simpel:

  1. Mindestens 9.7” (iPad-Größe)
  2. Kopfhöreranschluss
  3. Microsoft OneNote muss laufen (also Windows, Mac, iOS oder Android sind möglich).

 

Wie waren die ersten zwei Wochen?

Geprägt von Versuchen. Zunächst führe ich immer in das Abitur mit seinen Anforderungen ein, um das Ziel gemeinsam in den Blick zu nehmen. Gerne gehen wir dann auch andere Wege, aber die Fokussierung über 2 Jahre gelingt m. E. so am besten. Also erarbeiteten wir fachliche Methoden (Textanalyse, Umgang mit Statistiken, Urteilsbildung, Umgang mit Karikaturen), und dies weitgehend traditionell bzw. unter dem Motto “Substitution” (s.o.). Allerdings gab es zu Beginn gleich ein Kahoot-Quiz zum aktuellen politischen Geschehen, die “Erweiterung” hat also bereits begonnen.

Zwei Dinge sind mir aufgefallen: Ich habe mich dabei ertappt, wie ich noch etwas an die Tafel geschrieben habe, unnötigerweise. Außerdem hab ich am Ende der zweiten Woche längere Texte kopiert, weil sich herausstellte, dass die SchülerInnen die Ergebnisse Ihrer Arbeit und den zu bearbeitenden Text gleichzeitig auf den kleinen Bildschirmen nicht gut parallel darstellen konnten.

Soweit meine ersten Gedanken. In den nächsten Monaten werden an dieser Stelle auch die SchülerInnen zu Wort kommen.